Du kannst doch nichts dafür…

Jan 17 2013

eigene spurenLetztlich ist alles eine Art Reise. Die Reise zu einem selbst und dem Leben, das man führen möchte. Die Frage ist, wollen Sie diesen Weg gehen? Wollen Sie Ihren eigenen Weg gehen, Abenteuer erleben und dann sagen können „Wow, das hab ich geschafft!“ oder wollen Sie weiterhin auf dem Weg der anderen gehen, sagen: „Ja super, das hab ich nun auch gesehen. Und weiter?“

In der Moderne scheint alles so „leicht“ zu sein, da will man sich nicht mehr anstrengen…

Vieles wurde durch die moderne Technologie leichter, und wir sind dem Irrglauben verfallen, dass alles leicht sein muss. Sobald es schwer wird, ziehen wir uns zurück, sagen, „du kannst nichts dafür, der Fall XYZ ist eingetroffen. Da hast du keinen Einfluss drauf. Tja, Pech gehabt, dann halt nicht.“ Aber ich sag Ihnen mal was, wenn der Fall XYZ eintrifft, dann bedeutet das nur, dass Sie eben einen anderen Weg nehmen und nicht, die Reise komplett abzusagen.

Stellen Sie sich mal folgendes vor: Sie wollen Urlaub machen, sagen wir in Paris. Wundervolle Stadt, tolle Sehenswürdigkeiten, naja, Paris eben. Sie suchen nach Flügen.

Sie stellen sich vor, Sie fliegen am 25. Januar um 10.00Uhr mit Air France.

Sie finden diesen Flug aber nicht, sondern nur 10.00Uhr Lufthansa und 10.45Uhr Air France.

Was machen Sie nun? Sie suchen einen der beiden vorhandenen Flüge aus, oder? Jetzt werden Sie denken, „meine Güte, jetzt halte mich doch nicht für einen kompletten Idioten. Ja natürlich, was ist denn dabei, Lufthansa fliegt doch um 10.00Uhr oder eben 45Minuten später, wenn ich unbedingt Air France will und fertig!!“

Es ist doch klar wie Kloßbrühe, und doch tun wir Menschen genau das, was wir uns niemals hätten vorstellen können…

Ja natürlich, ja ich sage auch „Ja natürlich.“ Aber ich sag Ihnen was, bei nicht so eindeutigen Zielen machen wir Menschen es üblicherweise genauso.

Was? Den Flug gibt es nicht von Air France um 10.00Uhr? Ja, naja, dann soll es halt nicht sein. Du kannst ja nichts dafür. Dann fliegst du eben nicht nach Paris.

Merken Sie, wie albern das ist? Ja natürlich ist es albern, und nein, das würden Sie ja so nie machen. Aber das nächste Mal, wenn Ihnen diese Sätze

Naja, ich kann es halt nicht.

– Es ist jetzt nicht die Zeit dafür.

– Ich bin einfach noch nicht soweit.

– Die anderen haben es ja auch nicht geschafft, ich bin auch so schon ganz schön weit gekommen.

– Ich kann nichts dafür. Die Straße wurde gesperrt!!!  

wieder mal in den Sinn kommen, dann halten Sie inne, und denken Sie darüber nach.

Was ist wichtig? Letztlich nach Paris zu kommen? Oder mit der Air France um 10.00Uhr zu fliegen (wenn dieser Flug um diese Uhrzeit überhaupt existiert).

Nicht das „Wann“ und „Wie“ sollte unsere Entscheidung sein, sondern nur das „Wohin“…

Verstehen Sie jetzt, warum man sich um das wie und wann nie sorgen sollte? Sondern nur das wohin. Das wie und wann darf man gerne genießen. Ja, oft lernt man gerade auf dem Weg zum Ziel so einiges über sich selbst und sein Leben. Man lernt Menschen kennen, man macht Erfahrungen, an die man so nie gedacht hätte. Aber nur, wenn man sich auf ein unbekanntes „wie und wann“ einlassen kann.

Und wenn man dann am Ziel, an den begehrten Ort angekommen ist, denkt man gern an den schönen, wenn auch schwierigen, interessanten und lehrreichen Weg zurück…

PS: Wenn Sie Hilfe brauchen, wenn Sie auf dem Weg ein Stück „geführt“ werden möchten, hier kann ich Ihnen etwas tolles empfehlen!!!

 

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